Get off your ass. From Clicktivism to Slacktivism to Activism.

The case of unibrennt

„Clicktivism will never breed social revolution.” Dieses Zitat von Evgeny Morozov steht stellvertretend für die aktuelle Debatte über die Rolle von Online-Aktivitäten für soziale Bewegungen. Das Unterzeichnen von Online-Petitionen, beitreten einer Facebook-Gruppe, oder das Posten von themenorientierten Videos auf YouTube sind Aktivitäten, die unter den Begriffen slacktivism, clicktivism oder couch potato activism subsummiert werden können. Deren VertreterInnen nehmen eine Gegenposition zu CyberoptimistInnen ein, die im Einsatz von social web-Tools ein großes politisches Veränderungspotential sehen.

Am Beispiel der globalen Online-Proteste unibrennt und anhand von Interview-Materialien von Studierenden sollen Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden. Sind Clicktivismus und Slacktivismus ideale Aktivismustypen einer des Offline-Protestes müden Generation? Wie steht es um neue Formen zivilgesellschaftlichen Agierens über das Internet in sozialen (Online-)Bewegungen und die verstärkte Bedeutung medialer Kommunikation für politische Beteiligung? Inwieweit wird die Kritik an neuen Protest-Gewohnheiten durch die Community reflektiert? Was lässt sich aus der Theorie auf die Praxis des Protests und auf zukünftige Bewegungen anwenden? Und was sind die Voraussetzungen für jene Veränderungsprozesse, die über die Ebenen der Mobilisierung und Informationsbeschaffung hinausgehen?

Beteiligte Sprecher

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