Film und Gesellschaft

Wie sich die Darstellung des Internets im Film gewandelt hat.

Seit den 90er Jahren ist das Internet nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Wir gehen online, vernetzen uns, chatten, surfen, suchen. Diese gesellschaftliche Entwicklung ging natürlich auch an der
Filmindustrie nicht spurlos vorüber. Schon immer war der Film ein Spiegel der Gesellschaft. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich Filmschaffende mit Computer und Internet beschäftigen.

Als das Internet vorwiegend im akademischen und militärischen Umfeld Bedeutung erlangt hatte und die Vorstellung in der Gesellschaft eher diffus war, schlug sich das auch in den Filmen nieder. So war das Internet in seiner Ausprägung kaum greifbar und wurde Ende der 80er Anfang der 90er Jahre abstrakt und mystifizierend als Cyberspace beschrieben. Ebenso war es vorwiegend im Science Fiction Genre angesiedelt.

Später wurde das Internet Teil der Lebenswirklichkeit einer breiten Bevölkerung und die ersten tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten kristalisierten sich heraus. Die Filme wurden in ihrer Darstellung konkreter und anderer Filmgattungen griffen das Thema auf. Das Science Fiction Genre wiederum konnte sich von der Beschreibung des Internets an sich lösen und mehr den Auswirkungen zu wenden. Man schuf einige zum Teil recht düstere Zukunftsszenarien. Erst seit einigen Jahren scheint sich das Bild zu wandeln. Stück für Stück rücken die positiven Seiten wie Kommunikation oder Vernetzung in den Mittelpunkt.

Mittlerweile ist das Internet so alltäglich geworden, dass Filmschaffende begonnen haben, die Entwicklung retrospektiv zu betrachten.

Mit diesem Vortrag soll ein Überblick gegeben werden wie die filmische Auseinandersetzung mit Computer und Internet zu unterschiedlichen Zwecken genutzt wird, etwa als Technologiefolgenabschätzung, Skizze einer möglichen Gesellschaft oder einfach als Mittel der Aufklärung.

Beteiligte Sprecher

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