Das Netz gehört uns, oder?

Wer soll die Kabel und Knoten des Internet besitzen?

Wenn Netzsperren drohen, Netzneutralität auf dem Spiel steht oder Daten auf Vorrat gespeichert werden sollen, ist die digitale Avantgarde schnell dabei, „unser Netz“ gegen „die Bösen“ zu verteidigen.

Nur gehört die Grundlage „unseres“ Netzes, die technische Infrastruktur, meist Telefonkonzernen. Selbst wichtige Netzknotenpunkte gehören, wie das DE-CIX, der Privatwirtschaft. Wenn große Telekommunikationskonzerne keine Profitmöglichkeiten sehen, bauen sie das Netz kaum aus, wie viele User auf dem flachen Land täglich bemerken.
Steht das nicht im Widerspruch zu „unserem Netz“? Wie passt das zur Vorstellung, ein Netzzugang gehöre zur Grundversorgung, die allen zur Verfügung stehen muss, wie Strom, Wasser oder Verkehrsnetze?

Könnte und sollte „unser Netz“ auch auf der Infrastrukturebene Wirklichkeit werden? Welche Rolle können dabei kommunale Anbieter wie Stadtwerke oder Initiativen wie die Freifunker spielen? Besteht “unser Netz” aus Glasfasern oder CB-Funk? Wie dezentral wird/muss es sein?

Beteiligte Sprecher

zurück zur Session-Übersicht