Beyond Medienkompetenz

Wie kommt der Leitmedienwechsel in die Schulen?

Systeme lernen immer. Fragt sich nur was. Ob sie, nur weil sie lernen, auch kluge Systeme sind, ist eine andere Frage. Manche Systeme lernen bei Strafe ihres eigenen Untergangs nicht, was sie lernen müssten, um einen gesellschaftlichen Wandel zu überleben (frei nach Helmut Willke, Systemtheoretiker und Wissensmanagementler Bielefeld).

Was muss das System Schule lernen, um in diesem Sinne in der Umbruchszeit des Leitmedienwechsels klug zu werden? – Wie muss sich Schule verwandeln, um in die Netzgesellschaft zu passen? Muss sie mit ihren Mitgliedern (den Lehrkräften, den Eltern und Schülerinnen und Schülern) anders umgehen als in der Industriegesellschaft? Muss sie einen neuen Begriff von Wissen und Lernen definieren und ihre eigene Rolle neu erfinden? Oder reicht es, wenn sie den Neuen Medien kontrolliert und didaktisch zugerichtet die Schultüren öffnet und ihnen ein methodisches Plätzchen im Betrieb des Unterrichtens einräumt?
Können kluge Mitglieder ihr dummes System zum Lernen des Notwendigen verführen? Wie sehen die Strategien erfolgreicher Schulchanger aus?

Die Diskussion wird auch an den Vortrag von Gunter Dueck anschließen, den er unter dem Titel “Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem” direkt vor der Diskussion im Friedrichstadtpalast halten wird. Neben Gunter Dueck werden auf dem Podium Menschen diskutieren, die nicht nur grundlegend über Schule, Lernen und den Wandel der digitalen Gesellschaft nachdenken (und bloggen), sondern sich als Lehrer und Lehrerfortbilder auch in der Praxis bestens auskennen. Wir wollen die Schulen ja nicht nur umkreisen, sondern in ihnen landen (recht frei nach Sloterdijk 1989)!

Beteiligte Sprecher

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